Industrie

Erhöhte Internettransparenz für die neue Unternehmensrealität

Von Tris Clark
| | 16 Minuten Lesezeit

Zusammenfassung

Die I&O-Verantwortlichen sollten Cloud- und Internettechnologien verwenden, um die Flexibilität, Benutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit ihrer Systeme zu erhöhen und gleichzeitig die Transparenz, Kontrolle und Leistung aufrechtzuerhalten.


Für Unternehmen hat nun ein neues Zeitalter begonnen, inklusive einer komplett neuen Realität für diejenigen, die für die digitalen Erlebnisse der End User verantwortlich sind. Vor nicht allzu langer Zeit unterhielten Unternehmen weitgehend statische, kontrollierbare Umgebungen, in denen sich die User und Apps an vorher festgelegten physischen Standorten befanden. Das heutige Ecosystem war noch nie so digital, dynamisch und verteilt und erfordert daher, dass Sie die Infrastruktur Ihres Unternehmens stets weiterentwickeln, ohne Einbußen seitens der Transparenz, Kontrolle oder Leistung zu erfahren.

Das Zeitalter der Flexibilität bringt auch Komplexität mit sich 

Remote-Arbeit ist für die meisten Unternehmen keinesfalls mehr ein Sonderfall. In dieser neuen Realität muss sich Ihr Unternehmen an diese neuen Arbeitsformen anpassen, um konkurrenzfähig zu bleiben, insbesondere im Hinblick auf den angespannten Arbeitsmarkt. Wie und wann gearbeitet wird, unterliegt einem Wandel, der von den Verantwortlichen für Infrastruktur und Betrieb (I&O) neue Denkweisen bezüglich der Arbeitsumgebung erfordert. Sie müssen prüfen, wie sich die Vorteile der Remote-Arbeit mit den Möglichkeiten vor Ort vereinbaren lassen. Ein hybrider Ansatz bietet viele Vorteile für die Gewinnung neuer Talente, die Moral der Belegschaft, die Produktivität und die Kosten.

Die Cloud- und Internetinfrastruktur spielt in dieser neuen Realität eine wichtige Rolle bezüglich der Unterstützung Ihrer IT-Teams und somit Ihres ganzen Unternehmens. Die Cloud bietet Flexibilität und Skalierbarkeit, die für den Erfolg Ihres Unternehmens entscheidend sind. Unternehmen migrieren vorhandene Applikationen in die Public Cloud oder erstellen neue Applikationen direkt in der Public-Cloud-Infrastruktur. Außerdem beobachten wir eine verstärkte Einführung von Software-as-a-Service (SaaS), insbesondere von Collaboration-Apps wie Webex by Cisco und Microsoft Teams. Die Gründe dafür sind klar: Sowohl die Kunden als auch die Belegschaft erwarten eine stets verfügbare und unkomplizierte Digital Experience. 

SaaS ist Ihr neuer Applikations-Stack. Applikationen sind heutzutage nicht mehr monolithisch, da Drittanbieterfunktionen von mehreren Quellen über APIs und Microservices in moderne Applikationen integriert sind. Außerdem werden sich durch das Internet of Things (IoT), das einen immer größeren Einfluss auf unser Leben und alle Branchen hat, immer häufiger Maschinen – keine Menschen – mit Unternehmensnetzwerken verbinden. Ein „User“ kann also auch eine intelligente Maschine sein, die autonom agieren und Entscheidungen in solch einem Umfang und einer Geschwindigkeit treffen kann, mit denen ein Mensch einfach nicht mithalten kann. Eine stärkere Nutzung von Maschinen, Automatisierung und Microservices erfordert, dass Unternehmen die Architektur ihres Netzwerks überarbeiten, damit diese Interaktionen zwischen Mensch und Maschine auch möglich sind. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Besetzung von IT-Teams, das strategische Betriebsmanagement sowie das Monitoring und Troubleshooting des digitalen Ecosystems.


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Verbesserte Transparenz durch mehr Daten und Kontext 

Wenn sich Unternehmen dieser neuen Realität stellen, müssen sie ihre Infrastruktur und App-Stacks sowohl On-Premise als auch in der Public Cloud weiterentwickeln. Um konkurrenzfähig bleiben zu können, müssen sie die Art und Weise verändern, wie sie digitale Services bereitstellen, indem sie neue Technologien wie SD-WAN (Software-Defined Wide Area Network) einführen. SD-WAN verändert die Netzwerkbereitstellung, indem es sich stärker auf das direkte Internet verlässt, was die gesamte Umgebung komplexer machen kann. 

Die Funktionsweise des SD-WAN zu verstehen, ist eine Sache; seine Implementierung ist jedoch eine ganz andere. Sicherheitsansätze wie SASE (Secure Access Service Edge) und Secure Service Edge (SSE) können Auswirkungen auf die langfristigen Überlegungen zur IT-Architektur haben. Je nach Ansatz des Anbieters verbinden sowohl SASE als auch SSE Internet-, Cloud- und Netzwerkumgebungen in unterschiedlichem Maße miteinander. Manche Kunden bauen ihre SD-WAN-Bereitstellungen mit dem Ziel einer breiteren SASE-Architektur auf. Bei SSE liegt aufgrund der Disaggregation vom Netzwerk der Fokus standardmäßig mehr auf der Cloud und dem Internet. Und obwohl SASE in seinem Ansatz mehr auf das Netzwerk ausgerichtet ist, wird es ebenfalls stark von der Internetverbindung beeinflusst. Sowohl SASE- als auch SSE-Bereitstellungen führen zu komplexen, dynamischen Umgebungen. Für welche Option sich die Kunden auch entscheiden, das systematische Monitoring der Digital Experience ist der Schlüssel für die Widerstandsfähigkeit und Konsistenz aller involvierten Onlinekomponenten.   

Da das Internet nun Ihr Netzwerk ist, benötigt die IT einen anderen Ansatz: einen Ecosystem-Management-Ansatz. Obwohl die Dringlichkeit dieser digitalen Transformation allgemein bekannt ist, sollten sich I&O-Verantwortliche darüber im Klaren sein, dass internetbasierte Services nicht mit den gleichen Garantien und Service Level Agreements (SLAs) ausgestattet sind, die von den Managed-Service-Providern angeboten werden. Wenn Ihr Unternehmen ein derartiges Projekt in Planung hat, ist es deshalb vorzuziehen, ein Benchmarking der Performance vor, während und nach der Implementierung durchzuführen, um sicherzustellen, dass die Änderungen eine positive Auswirkung auf die User Experience haben. Die digitale Transparenz ist hier entscheidend. Andernfalls fehlt Ihnen der Einblick auf Domain-Ebene in die Plattformen von Drittanbietern, von denen der Betrieb Ihrer digitalen Services abhängig ist. Diese Undurchsichtigkeit gibt Drittanbietern nicht nur eine Möglichkeit, die Verantwortung für Probleme von sich zu schieben, schlimmer noch, sie führt dazu, dass Sie keine Möglichkeit haben, das Problem zu melden und Echtzeit-Kontext zu teilen. Wenn Sie diese Art von Einblick nicht mit Ihrem Provider teilen können, bremst dies auch nützliche Diskussionen aus, welche die Lösung der Performanceprobleme vorantreiben.

Da hybride Arbeit und die Betreuung verteilter User immer mehr an Bedeutung gewinnen, benötigen Sie einen komplett neuen Ansatz, der die unterschiedlichen Umgebungen mit einbezieht – vor allem Breitbandnetzwerkverbindungen und WLAN-Leistung in Wohngebieten, denn für viele ist ihr Zuhause das neue Büro. Wenn Sie diese Bedingungen verstehen und so viel Widerstandsfähigkeit wie möglich in die Architektur und das Management dieser erweiterten Netzwerke integrieren, können geschäftskritische Collaboration- und Produktivitäts-Apps ohne Probleme verbunden und ausgeführt werden. 

Diese „letzte Meile“ der Digital Experience kann besonders hinsichtlich der Gewährleistung einer hochwertigen End User Experience kompliziert sein. Ihr ISP, Ihr CDN, Ihr CASB, Ihre Cloud-Plattform, Ihr SaaS-Provider, Ihr WLAN, Ihr VPN – jedes dieser komplexen, beweglichen Teile könnte das schwache Glied in Ihrer digitalen Kette sein und das Erlebnis für Ihre User (oder Kunden) negativ beeinflussen. Wie bereits erwähnt, kontrollieren Provider viele der Infrastruktur- und Service-Komponenten, die sich nicht in den vier Wänden Ihres Unternehmens befinden. Daher müssen Sie ein Benchmarking der Performance durchführen, Ihre Architektur anpassen und Ihre Drittanbieter für die Performance ihrer Infrastruktur und Services zur Verantwortung ziehen. 

Alte Techniken und Tools werden Ihnen jetzt nicht helfen 

Die brutale Wahrheit ist, dass es vielen Unternehmen nicht leicht fällt, Schritt mit diesen Veränderungen zu halten. Beim Versuch, den Ansprüchen der neuen, vom Internet abhängigen Ära gerecht zu werden, opfern sie Transparenz und direkte Kontrolle und setzen auf Tools, die dieses neue Cloud-First-Paradigma nicht unterstützen. In der hybriden Multicloud-Landschaft ist es unmöglich, traditionelle Tools zum Monitoring und zur Fehlerbehebung anzuwenden. Dies führt zu Beeinträchtigungen, die alle Beteiligten, von der Servicebereitstellung über die lokalen Teams bis zu den End Usern, betreffen. IT-Teams können mit herkömmlichen Monitoring-Ansätzen Probleme nicht sicher oder vollständig beheben. Das liegt daran, dass herkömmliche Monitoring-Tools für Applikationen und Netzwerke Code-Injection- oder Paketerfassungs-basierte Monitoring-Techniken (d. h. PCAP/Flow) verwenden, die Eigentum oder Kontrolle erfordern, damit die Instrumentierung der Applikation oder der zugrunde liegenden Infrastruktur erleichtert werden kann, was in SaaS-Umgebungen nicht möglich ist. Monitoring-Lösungen müssen Abhängigkeiten in der gesamten digitalen Lieferkette identifizieren können. Und dafür benötigen Sie einen aktiven Monitoring-Ansatz. 

Nun ist die Cloud Ihr Rechenzentrum. Wenn Probleme auftreten, benötigen Sie unmittelbare Einblicke in die Infrastruktur. Wenn die IT diese vollständige Sicht auf die End-to-End-Umgebung hat, kann sie schnell die Ursache eines Problems feststellen und den Service wiederherstellen.


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Internet- und Cloud-Transparenz verbessern Produktivität, Einnahmen und User Experience

Um all diese Herausforderungen bewältigen zu können, müssen Unternehmen ihre Infrastruktur auf dem neuesten Stand halten, ohne dabei die Transparenz, Kontrolle oder Performance zu beeinträchtigen. Der wichtigste Faktor hierbei ist die vollständige Transparenz der Digital Experience. Durch das Monitoring von Transaktionen, Usern und geschäftskritischen Applikationen in Ihrem Netzwerk stellen Sie sicher, dass jeder Klick und Download eine positive Digital Experience für Kunden und Mitarbeiter:innen ermöglicht. Wenn Sie umfassende Einblicke in alle Prozesse des digitalen Ecosystems haben, können Sie sicherstellen, dass jede Transaktion zuverlässig und schnell abläuft, was zu zufriedeneren Usern und besseren Geschäftsergebnissen führt.

Die führende Digital Experience Monitoring (DEM)-Plattform von ThousandEyes ermöglicht vollständige Transparenz vom WAN über das Internet bis hin zur Cloud. Wir stellen Ihnen hierzu eine Kombination verschiedener Maßnahmen bereit: vorkonfigurierte Cloud Agents bei ISPs und großen Public-Cloud-Providern, in Unternehmensnetzwerken bereitgestellte Enterprise Agents sowie auf User-Desktops und -Laptops installierte Endpoint Agents. Wir setzen die Daten von diesen Beobachtungspunkten in Beziehung zueinander und bieten somit integrierte und nahtlose Einblicke in die Internet-, Netzwerk- und Applikationsebenen in Form einer benutzerfreundlichen Momentaufnahme, die genau aufzeigt, wo die Ursache des Problems liegt. Mit diesen einzigartigen Einblicken durch ThousandEyes können Sie die Performance sichern und beschleunigen, was wiederum der Produktivität und Umsatz zugutekommt.

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Abbildung 1. Microsoft Office 365-Applikationsausfälle

Unternehmen müssen auch in der Lage sein, moderne Apps zu entwickeln, indem sie sicherstellen, dass das moderne Applikationserlebnis optimiert ist und Microservices effektiv kommunizieren. Mit unseren umfassenden Daten zum Internet Monitoring verfügt ThousandEyes über branchenführende Einblicke in die digitalen Abhängigkeiten, die sich auf die Applikationsperformance in Cloud- und internetbasierten Umgebungen auswirken.

Unsicherheit ist kein Problem mehr

Kunden wie Tom Case, Senior Vice President of Information Technology bei YMCA of the North (früher YMCA of the Greater Twin Cities) konnten sich selbst davon überzeugen, welchen Unterschied ThousandEyes bei der Verbesserung der Cloud-Transparenz und SaaS-Zuverlässigkeit im Unternehmen ausmachte. „ThousandEyes lieferte uns Einblicke in die Microsoft Cloud, sodass wir jetzt bei einem Problem mit einer SharePoint-Instanz sofort erkennen können, ob das Problem an Microsoft liegt“, so Case.

„Auf Seiten der Belegschaft gab es einige Probleme mit den Sprachkommunikationsnetzwerken sowie CRM- und HR-Tools – sie stürzten täglich ab, was unsere Mitarbeiter:innen bei ihrer Arbeit behinderte.“ Aber das gehört dank ThousandEyes jetzt alles der Vergangenheit an. Die Mitarbeiterzufriedenheit, Produktivität und das allgemeine Wohlbefinden im Unternehmen konnten gesteigert werden.

Für den ThousandEyes-Kunden McGraw-Hill war es hinsichtlich der gewünschten Digital Experience ausschlaggebend, die Komplexität des Internets zu verstehen. Das Verlags- und Software-Unternehmen zählt auf die durch ThousandEyes bereitgestellte Transparenz, um Vertrauen für seine Initiativen zur digitalen Transformation im gesamten Unternehmen aufzubauen. 

„Innerhalb von McGraw-Hill hat sich ein Ecosystem entwickelt, in dem alle beteiligten Abteilungen nun Einblicke in das Netzwerk erhalten möchten“, erklärte David Mann, damals Senior Director of Global Network Services für McGraw-Hill. „Wir haben das Dashboard von ThousandEyes und unsere Tools für den Rest unserer internen Organisation geöffnet – wir haben nichts zu verbergen.“

Mit den Dashboards von ThousandEyes können alle Teams (nicht nur die Netzwerkteams) von McGraw-Hill die Performance ihrer Applikationen überwachen und Probleme analysieren, ohne die Netzbetreiber involvieren zu müssen.

„Es ist wie ein Crowdsourcing des NOC (Network Operations Center)“, fuhr Mann fort. „Wir haben Schulungen bereitgestellt, aber sie können alles selbst durchführen und sich die Ergebnisse ansehen.“

Verabschieden Sie sich von teuren virtuellen NOC-Szenarien

Die wachsende Komplexität, das Tempo sowie der Umfang dieses Wandels stellen eine neue Unternehmensrealität dar. Strategisch bedeuten die Geschwindigkeit und der Umfang der Art und Weise, wie die Internet- und Cloud-Umgebungen sich verändern – eine sich unaufhörlich weiterentwickelnde, maschinengesteuerte Umgebung, – dass Sie in der Offensive spielen müssen, nicht in der Defensive. Deshalb ist es nicht nur wichtig, dass Sie auf das reagieren, was gerade vor sich geht, sondern dass Sie alle potenziellen Schwächen innerhalb Ihres digitalen Ecosystems frühzeitig bekämpfen. Dadurch treiben Sie Verantwortungsbewusstsein und Performance voran und nehmen sozusagen Ihr digitales Schicksal selbst in die Hand. Außerdem verbessern und beschleunigen Sie die Performance von Applikationen und Services proaktiv und gezielt, nicht reaktiv und schrittweise. 

ThousandEyes unterstützt Unternehmen bei der Performance-Assurance, indem es den Kontext für die Domain bereitstellt, die ein Problem verursacht. Unsere Kunden sagen uns oft, dass sie durch ThousandEyes und unsere Path Visualization-Funktion mehr über die Performance ihrer SaaS-Provider wissen als das interne IT-Team des SaaS-Providers.

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Abbildung 2. Die Pfadvisualisierung zeigt Netzwerkprobleme innerhalb einer Domain auf

So können Domain-Probleme visualisiert, das Verantwortungsbewusstsein gefördert und Online-Ecosysteme verständlich gemacht werden. Und nicht nur das: Die Provider werden dabei unterstützt, Probleme innerhalb ihrer Infrastruktur selbst zu lösen, wodurch konsistente Erlebnisse und eine konstante Performance für Ihr Unternehmen gewährleistet werden. Diese Einblicke beschleunigen die teamübergreifende (intern und extern) Zusammenarbeit und Problemlösung, was die durchschnittliche Zeit zur Identifizierung (MTTI) von Stunden auf Minuten reduziert. Mit ThousandEyes gehören teure, langwierige Diskussionen der Vergangenheit an. Ihre Mitarbeiter:innen haben mehr Zeit für wichtige Aufgaben und Ihr Unternehmen ermöglicht eine hochwertige Digital Experience, die den Anforderungen der Kunden und Belegschaft entspricht. 

Möchten auch Sie Ihre digitale Performance optimieren? Mit den Einblicken von ThousandEyes können Sie Ihr Netzwerk sowie Ihre Applikationen und Services weiterentwickeln, um in dieser neuen Unternehmensrealität bestehen zu können. Fordern Sie eine Demo an oder registrieren Sie sich für eine kostenlose Testversion.

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